
Wir halten Kreativität für die stärkste Kraft, auch wenn es um wirtschaftlichen Erfolg geht. In unseren Projekten versuchen wir daher, so viel kreative Energie wie möglich zu mobilisieren.
Unsere personellen Ressourcen setzen wir zum Großteil für Dialoge ein. Dialoge mit Anrainern und Nutzern, Meinungsbildnern und Experten, Behörden und Medien, Architekten und Technikern.
Wir haben den Ehrgeiz, aus allen Beteiligten das Beste herauszuholen. Uns selbst mit eingeschlossen.
Der Architekturwettbewerb für Salzburg und das Projekt werkstadt017 für Graz-Reininghaus zeigen, wie wir versuchen, diese Vision zu leben.
In eine der schönsten Altstädte der Welt etwas Neues zu bauen reizt Architekten mit größter Sensibilität. Die Entwürfe sind spektakulär, die Bandbreite der Ideen ist atemberaubend.
Auf der Projekt-Website www.sternbrauerei.at ist das Projekt in allen Details dokumentiert. Dort steht seit dem 10. August 2006 auch, wer den Wettbewerb gewonnen hat.
Herkömmlicherweise beginnt die Entwicklung eines Stadtteils mit Linien, Dichten, Bauhöhen – kurz: dem bestmöglichen Verteilen von planerischen Einheiten auf die zur Verfügung stehende Fläche. Das Resultat: Mittelmaß von der Stange – vorhersehbar, kopierbar, austauschbar. Die Sinnstiftung erfolgt im Nachhinein: durch den intensiven Einsatz von Reklame beim potenziellen Publikum.
Für Graz-Reininghaus sind wir einen anderen Weg gegangen. Mit dem Projekt werkstadt017 wurde am Beginn ein Redaktionsteam geschaffen, das für einen ganzen Stadtteil die Konzeption des Wünschenswerten betrieb.
Hier lernen Sie die Teilnehmer kennen.
Hier stellen wir Ihnen das Buch zum Projekt vor – „Die Konzeption des Wünschenswerten“ – und Sie können es bestellen.
Ein gewöhnliches Buch liefert Antworten. Ein nützliches Buch inspiriert zu neuen Fragen. 28 Redakteure haben sich auf die Suche nach ‚Konzeptionen des Wünschenswerten’ gemacht, um eine Basis für Reininghaus zu liefern. Auf 200 Seiten finden sich Gespräche und Reiseberichte mit Erkundungen nach dem gesellschaftlichen und persönlichen Glück. Antworten geben Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: etwa die finnische Musikerin Ulla Pirttijärvi, die Genomforscherin Denise Barlow, der Kabarettist Dirk Stermann, der Alterssoziologe Leopold Rosenmayr. Und 24 weitere. Vier Reisen durchleuchten europäische Städte, in denen die Zukunft vermutet wird. In Kopenhagen entpuppt sich der CEO einer der weltgrößten Brauereien als Philanthrop. In Cambridge bekommt man eine Lehrstunde im Unternehmerischen Spirit. Barcelona lässt die Identität einer Stadt erfahren. Und in London erlebt man, dass Bildung nicht unbedingt dort stattfindet, wo man sie vermutet. Ergänzt wird das durch Kommentare, vertiefende Beiträge, einen ausführlichen Blick in die Zukunft der Vergangenheit und eine Reflexion über das, was Städte in Zukunft wissen sollten.